Umwelt

Die geplante Bahnstrecke zwischen Lübeck und Puttgarden verläuft durch ökologisch sensible Abschnitte – durch Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Daher gilt bei einem Verkehrsinfrastrukturprojekt dieser Größenordnung ein besonderes Augenmerk den möglichen Auswirkungen des Vorhabens auf die Tier- und Pflanzenwelt.

Um unerwünschte Effekte möglichst zu vermeiden bzw. zu minimieren, muss die Deutsche Bahn als Bauherrin bei der Planung und beim Bau eine Reihe von Vorgaben und Auflagen erfüllen.

Naturufer bei Travemünde

Bereits im Jahr 2006 wurde in Deutschland und Dänemark ein innovatives Umweltkonsultationsverfahren durchgeführt. Während eines sechswöchigen Zeitraums hatten Verbände, Behörden und die Öffentlichkeit die Gelegenheit, in diesem frühen Planungsstadium ihre Ansichten zu den Umweltaspekten, die mit der Schienenanbindung und dem Tunnelbau verbunden sind, zu äußern. Die von den Teilnehmern eingebrachten Vorschläge und Einwände wurden ausgewertet und bei den weiteren Planungen berücksichtigt.

Zudem wurde auf deutscher Seite gemäß EU-Vorschrift und im Rahmen des Raumordnungsverfahrens eine Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) durchgeführt und im Juni 2012 vorgelegt. Hierfür wurde ein Jahr lang eine 22.000 Hektar große Fläche untersucht, Tiergruppen wie Brut- und Rastvögel, Kröten, Schmetterlinge und Fledermäuse sowie gefährdete Pflanzenarten erfasst. Die Bahn ließ umfangreiche Sondergutachten zu Flora und Fauna erstellen – darunter wildbiologische Untersuchungen und ein hydrogeologisches Gutachten, das sich mit den Auswirkungen auf die Wasserschutzgebiete befasste.

Die Inbetriebnahme der Festen Fehmarnbeltquerung wird der Umwelt jedoch auch zu Gute kommen: Denn durch die Öffnung für den Güterverkehr auf der Schiene werden neue Kapazitäten geschaffen (die Prognose im Bundesverkehrswegeplans rechnet für das Jahr 2025 mit 78 Güterzügen pro Tag) und der Weg für die Güter um 160 Kilometer verkürzt. Dies bringt der Umwelt dreifache Pluspunkte: Die Schienenlösung für den Warentransport wird attraktiver und somit die Straße entlastet. Dadurch reduzieren sich der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß und auch die Feinstaubbelastung deutlich.

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