Wirtschaft und Handel

Zwischen den drei Staaten der Fehmarnbelt-Region besteht bereits heute ein umfangreicher Warenverkehr: Deutschland ist der bedeutendste Handelspartner Schwedens und Dänemarks – sowohl beim Export als auch beim Import.

Import und Export nördliche Bundesländer und Ostseeraum
Import und Export nördliche Bundesländer und Ostseeraum; Klick für vergrößerte Ansicht

Das Bundesland Schleswig-Holstein unterhält innerhalb der Region das größte Handelsvolumen mit Dänemark: 2012 beliefen sich die Gesamtimporte und -exporte auf 4,4 Milliarden Euro. Auch im Handel mit Schweden ist das Bundesland Spitzenreiter in der Region.

Fehmarnbelt Konjunkturbarometer - grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Fehmarnbelt Konjunkturbarometer - grenzüberschreitende Zusammenarbeit; Klick für vergrößerte Ansicht

Ein Bericht der Universität Roskilde verdeutlicht, dass die Unternehmen in dieser Region auch in Zukunft eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden erwarten. Vor allem in Hamburg ansässige Unternehmen messen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit eine große Bedeutung zu. Neue wirtschaftliche Impulse können sich darüber hinaus für die Metropolregion Hamburg sowie für die gesamte Region Schleswig-Holsteins eröffnen: So wird sich im Zuge des transeuropäischen Verkehrsprojekts zum Beispiel das Einzugsgebiet des Lübecker Flughafens schlagartig vergrößern. Bessere Erreichbarkeit sowie eine moderne Infrastruktur werden die Region zudem zu einem attraktiven Standort für Unternehmensansiedlungen machen.

Die Erfahrung zeigt: Dort, wo neue oder bessere Verkehrswege gebaut werden, wird reger Handel getrieben, entstehen Absatzmärkte und somit neue Arbeitsplätze. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schleswig-Holstein setzt sich schon heute regional und überregional dafür ein, dass die Unternehmen der Region die Chancen der Festen Fehmarnbeltquerung zukünftig optimal nutzen können: Gemeinsam mit Wirtschaftsorganisationen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Dänemark und Schweden engagiert sie sich im Fehmarnbelt Business Council.

Mit der Anbindung an eine neue europäische Verkehrsachse kann sich die Region Ostholstein zu einer Drehscheibe für den Handel mit Skandinavien entwickeln. Kleinere und mittlere Betriebe verkürzen ihre Wege zu vorhandenen und neuen Absatzmärkten; bereits angesiedelte, global tätige Unternehmen können ihre Marktchancen verbessern und für neue Betriebe ist die Region ein noch attraktiverer Standort, um sich anzusiedeln. Zugleich wird diese wirtschaftlich günstige Entwicklung auch die Anziehungskraft von Ostholstein für hochqualifizierte Arbeitnehmer und Fachkräfte steigern. Der Zuzug von Familien mit gutem Einkommen wird sich zudem im regionalen Einzelhandel positiv bemerkbar machen.

Die neue Infrastruktur wird den Unternehmen in der Region neue Perspektiven ermöglichen – und den Menschen verlässliche berufliche Perspektiven.

Aber auch das Bauvorhaben selbst wird Arbeitsplätze schaffen: So rechnet der dänische Projektträger damit, dass allein für den Bau des Absenktunnels insgesamt 55.000 Mannjahre erforderlich sein werden – davon auf deutscher Seite ungefähr 7.000 Mannjahre.

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