Scoping – die Umwelt im Blick!

Haselmaus, Buntspecht, Kammmolch – bei Infrastrukturmaßnahmen müssen Planer und Ingenieure nicht nur auf Maße und Topografie achten, sondern auch verstärkt mögliche Auswirkungen der Bauarbeiten auf Flora und Fauna im Blick haben. Für jede Baumaßnahme wird eine umfangreiche Umwelt- und Naturschutzdarstellung gefordert, die für eine Planfeststellung zwingend notwendig ist: die Umweltverträglichkeitsstudie.

Auch bei den Planungen zur Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung spielt das Thema „Umwelt und Natur“ eine entscheidende Rolle. Für das Genehmigungsverfahren müssen Gutachten, Untersuchungen und Kartierungen erstellt werden. Damit kein Aspekt vergessen wird, findet das sogenannte Scoping-Verfahren statt. Dazu beschreibt die Vorhabenträgerin, in diesem Fall die DB Netz AG, Art, Umfang und Tiefe der Untersuchungen. Diese Unterlagen werden von der Genehmigungsbehörde, dem Eisenbahn-Bundesamt, dann in das Scoping-Verfahren gegeben.

Nach einem standardisierten Schema werden Beteiligte der zu planenden Trasse angeschrieben. Dazu gehören neben Behörden, Ministerien, Ämtern und Gemeinden auch alle anerkannten Natur- und Umweltschutzvereinigungen. Im vorliegenden Projekt werden knapp 100 Institutionen beteiligt. Diese werden über die geplanten Untersuchungen informiert und zu einem Abstimmungstermin eingeladen. Er dient der gegenseitigen Information und hat zum Ziel, den von der Bahn vorgesehenen Untersuchungsrahmen, die Inhalte und den vorgeschlagenen Untersuchungsraum gemeinschaftlich festzulegen.

Das daraus resultierende Protokoll gilt als Grundlage für die Erstellung der Umweltverträglichkeitsstudie. Diese Studie ist in einem Großprojekt wie der Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung so umfangreich, dass mit Start des Verfahrens mindestens ein Jahr benötigt wird, um alle erforderlichen Gutachten und Untersuchungen vorzulegen. Dabei spielen auch natürliche Rahmenbedingungen eine Rolle: Das Laichverhalten von Wassertieren oder die Flugbewegungen von Zugvögeln können eben nur in ganz bestimmten Zeiträumen erfasst werden. Damit keine wertvolle Planungszeit verloren geht, hat die Deutsche Bahn schon im Frühjahr 2015 – vor dem eigentlichen Scoping-Termin – mit der Erfassung und Kartierung von Lebensarten und –räumen begonnen. Die Untersuchungen dauern voraussichtlich bis Anfang 2016.

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