Am gestrigen Montag (3. März 2025) wurde das letzte neue Seil an der Fehmarnsundbrücke eingebaut. Damit hat das Team einen wichtigen Meilenstein im Rahmen der Instandhaltungsarbeiten erreicht: Alle 80 Tragseile sind nun ausgetauscht. Im März und April erfolgen noch einige Nacharbeiten am Brückenbogen und abschließend die Abnahme der Leistung. Für die Seile der Westseite (Straße) ist dafür eine nächtliche Wanderbaustelle mit einer LKW-Hebebühne geplant. Hierzu werden wir Sie wie gewohnt rechtzeitig über die genauen Termine informieren.
Insgesamt war der Seiltausch eine herausfordernde Aufgabe: Auf der Brücke wehen teilweise starke Winde, deren Stärke das Team vor Ort stets im Auge behalten musste. Ab einer Windstärke von 8 Beaufort (Bft) musste der Seilaus- und Einbau unterbrochen werden, denn die Sicherheit der Mitarbeitenden steht immer an oberster Stelle.
Außerdem folgte der Seiltausch einer festen Reihenfolge, damit die Lasten der Brücke zu jedem Zeitpunkt ausbalanciert bleiben. So wurde sichergestellt, dass auch die Nutzung der Brücke sicher bleibt. Denn die Fehmarnsundbrücke ist derzeit die einzige Straßenverbindung zwischen der Insel Fehmarn und dem Festland – eine Vollsperrung galt es daher zu vermeiden.
Insgesamt ist es uns gelungen, die durch den Seiltausch verursachten Verkehrseinschränkungen gering zu halten. Nur für ein Seil war eine dreitägige, halbseitige Sperrung der Fehmarnsundbrücke mit Ampelschaltung notwendig. Ursprünglich war dies für sieben Seile auf der Straßenseite vorgesehen. Doch durch die Erkenntnisse, die wir während des Tauschprozesses gewonnen haben, konnten wir den Bauablauf optimieren und weitere Sperrzeiten vermeiden.
Wie geht es jetzt weiter?
Parallel zu den Nacharbeiten des Seiltausches finden bereits Arbeiten an den Betonpfeilern statt. Diese müssen innen und außen saniert werden, was ebenfalls eine herausfordernde Maßnahme ist. Denn auch die Brückenpfeiler sind ein wichtiger Baustein für eine standfeste und sichere Fehmarnsundbrücke. Daher müssen wir auch diese Maßnahme gründlich planen und es kann an maximal zwei Pfeilern gleichzeitig gearbeitet werden.
Um den Bauablauf festzulegen, finden weiterhin Erkundungen und Probearbeiten am Pfeiler 1 (gezählt wird von der Festlandseite aus) statt, der als Versuchspfeiler ausgewählt wurde und wichtige Erkenntnisse für die Instandsetzung aller Pfeiler liefert. Denn die offensichtlichen Schadensbilder sind bei allen Pfeilern – mit mehr oder weniger großer Ausprägung – ähnlich.
Weitere Arbeiten, die zurzeit stattfinden oder noch ausstehen, sind zum Beispiel die Erneuerung der Schrammborde (bereits in Arbeit) und der Korrosionsschutz (vsl. ab 2026).
Über alle Maßnahmen werden wir Sie weiterhin auf dem Laufenden halten.