Neue Nistplätze für die Rauchschwalbe

Während sich unsere Planungen für die Fehmarnsundquerung weiterhin im Genehmigungsverfahren befinden, arbeiten wir mit unseren Allianzpartnern bereits an der Ausführungsplanung und beginnen mit ersten Umweltmaßnahmen. Denn diese müssen umgesetzt sein, bevor wir nach Erhalt der Baugenehmigung mit den Hauptbaumaßnahmen starten. Besonders im Fokus steht der Artenschutz, um den Lebensraum der heimischen Tiere in der Region zu erhalten.

Auf Festlandseite, im Gebiet hinter den Tankstellen bei Großenbrode, stellen wir zurzeit zwei Häuser mit Nistplätzen für die Rauchschwalbe auf. Dies ist eine Kompensationsmaßnahme für 18 Reviere, die wir im Bereich der Tankstellen identifiziert haben und die durch den Bau der Fehmarnsundquerung wegfallen werden. In den zwei Rauchschwalbenhäusern entstehen 27 Kunstnester sowie viel Raum für den natürlichen Nestbau – wir errichten also mehr Nistplätze als entfallen werden. Dabei ist vor allem eine räumliche Nähe zu den Ursprungsrevieren wichtig, denn Rauschwalben sind territoriale Tiere.

Bei den neuen Kunstnestern handelt es sich um offene Halbschalen aus langlebigem und atmungsaktivem Material. Die Standorte der neuen Rauchschwalbenhäuser sind sowohl während der Bauzeit als auch im Anschluss attraktiv für die Tiere gestaltet – zum Beispiel durch verschiedene An- und Einflugmöglichkeiten sowie Sichtbarrieren zwischen den Nestern.

Weitere Umwelt- und Artenschutzmaßnahmen folgen:

  • Zum Beispiel werden wir temporäre Leit- und Sperreinrichtungen in Form von Amphibienschutzzäunen aufstellen: auf dem Festland zum Schutz der Kreuzkröte und auf Fehmarn für den Kammmolch. So verhindern wir, dass die Amphibien das zukünftige Baufeld durchqueren.
  • Auf Fehmarn, nahe des Wasserbeschaffungsverbandes, legen wir zudem neue Laichgewässer und Überwinterungshabitate für den Kammmolch an.
  • Um das Jagdgebiet der Zwergfledermaus auszugleichen, werten wir die bereits vorhandenen Gehölzstrukturen und den Grabenlauf um das Kammmolch-Laichgewässer östlich von Strukkamp auf Fehmarn auf. Dafür pflanzen wir einen Knick (dicht bepflanzter Wall) mit gebietsheimischen Pflanzen und Gehölzen an.

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