Projektbeteiligte

Zum Gelingen dieses Großprojekts tragen viele Akteure in unterschiedlichen Rollen bei – ob unsere Partner auf dänischer Seite oder hierzulande. Sei es auf politischer und unternehmerischer Ebene oder von Seiten der Behörden und Verbände. Hier ein Überblick.

Als Bauherr des Projekts und Betreiber der Schieneninfrastruktur spielt die DB Netz AG eine wichtige Rolle. Die weiteren Beteiligten seitens der Deutschen Bahn: Die DB Station&Service AG als Betreiber und Bauherr der Bahnhöfe und die DB Energie GmbH mit ihrem Zuständigkeitsbereich für die Energieversorgung auf sämtlichen Anlagen.

Die Bundesrepublik Deutschland mit dem Königreich Dänemark über den Bau der Festen Fehmarnbeltquerung und die entsprechenden Schienenanbindung einen Staatsvertrag geschlossen, der am 3. September 2008 unterzeichnet wurde. Daraufhin beauftragte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die DB Netz AG mit der Planung der Schienenanbindung. Der Bund ist neben den EU Fördergeldern für die Finanzierung der Hinterlandanbindung verantwortlich. Im Zuge der Parlamentarischen Befassung war der Bericht des BMVI zu den Forderungen über das gesetzliche Maß hinaus die Grundlage für die parlamentarische Debatte.

Das Land Schleswig-Holstein trug mit der Landesplanungsbehörde die Verantwortung für das 2014 abgeschlossene Raumordnungsverfahren. Zum anderen fungiert das Amt für Planfeststellung Verkehr (APV) als Anhörungsbehörde im Planfeststellungsverfahren. Darüber hinaus ist das Land Aufgabenträger für den ÖSPNV – den öffentlichen Schienenpersonennahverkehr und Initiator des Dialogforums Feste Fehmarnbeltquerung.

Im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein organisiert die NAH.SH als Aufgabenträger den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Im Verkehrsverbund wirken Kreise, kreisfreie Städte und das Land Schleswig-Holstein gemeinsam, um einen modernen und wirtschaftlichen Nahverkehr auf Schiene und Straße zu entwickeln. Die Bahn- und Busunternehmen sind Partner des Verbundes. Für die DB ist die NAH.SH auch bei der Planung der Haltepunkte oder deren Anbindungen ein wichtiger Partner.

Die Landesbehörde ist Planungspartner von Femern A/S für den Straßenbereich des Tunnels auf deutscher Seite, Planungspartner für die DB Netz AG für die neue Fehmarnsundquerung und plant eigenständig den Ausbau der B 207. Die Bundesstraße B207 wird zwischen Heiligenhafen und Puttgarden vierstreifig ausgebaut. Durch getrennte Fahrbahnen und durchgehende Standstreifen wird die Verkehrssicherheit erhöht. Der Ausbau der Anschlussstellen verbessert zudem die Anbindungen auf Fehmarn. Geplant wird der Ausbau durch das Land Schleswig-Holstein. Ab 2021 beauftragt das Land Schleswig-Holstein die DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) mit der weiteren Planung und dem Bau der B207 sowie der Fortführung der Planungen für die Fehmarnsundquerung. Weitere Infos: www.fbq.schleswig-holstein.de

Im Planfeststellungsverfahren ist neben der Anhörungsbehörde auch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) als Aufsichts- und Genehmigungsbehörde für die Eisenbahnen des Bundes involviert. Es entscheidet nach Abwägung der im Anhörungsverfahren vorgebrachten Einwendungen, ob das Bauvorhaben zulässig ist, und erlässt den Planfeststellungsbeschluss.

Femern A/S und LVB.SH planen gemeinsam den Fehmarnbelt-Tunnel als kombinierten Straßen- und Eisenbahntunnel. Der 18 Kilometer lange Absenktunnel wird aus einer vierspurigen Autobahn und einer zweigleisigen, elektrifizierten Bahnstrecke bestehen. Die Fahrt zwischen Deutschland und Dänemark wird dann nur noch 10 Minuten mit dem Auto und 7 Minuten mit der Bahn dauern. Als wichtiger Baustein im europäischen Verkehrsnetz bindet der Fehmarnbelt-Tunnel Skandinavien und Mitteleuropa enger zusammen. Der Planfeststellungsbeschluss wurde Januar 2019 erteilt. Geplante Fertigstellung des Tunnels ist Mitte 2029.

Das dänische Eisenbahninfrastrukturunternehmen Banedanmark ist für die Modernisierung der Bahn von Rødbyhavn nach Ringsted verantwortlich. Die Bahnstrecke wird zweigleisig ausgebaut, elektrifiziert und für Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h ausgelegt. Nähere Informationen finden Sie hier (auf Dänisch).

Als Interessensvertreter der Menschen in der Region fungieren der Kreis Ostholstein und die Kommunen. Aber auch in ihrer Funktion als Straßenbaulastträger sind die Kommunen und der Kreis z.B. bei der Aufhebung von Bahnübergängen (BÜs) unsere Dialogpartner.

Kommunen und der Kreis sind außerdem Träger öffentlicher Belange (TÖB) in für das Projekt betreffende Entscheidungs- und Planungsprozessen. Auch Interessensverbände aus den Bereichen Tourismus, Naturschutz und Landwirtschaft sowie Umwelt- und Denkmalschutzbehörden sind in die Planungen eingebunden.

Dialogforum

Das Dialogforum Feste Fehmarnbeltquerung hat auf seiner ersten Sitzung am 5. September 2011 seine Grundsätze festgelegt. Auf dieser Grundlage begleiten es das Projekt Feste Fehmarnbeltquerung und seine Hinterlandanbindung auf deutscher Seite. Durch Bürgerbeteiligung, komplette Online-Dokumentation und Liveübertragung der Sitzungen wird Transparenz geschaffen. Der Projektbeirat des Dialogforums hat im Zuge der Parlamentarischen Befassung die Forderungen der Region diskutiert und zusammengefasst.

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