Zeitplan

Kopenhagen, 4. Juni 1863: Der deutsche Ingenieur Gustav Kröhnke reicht bei der dänischen Regierung einen ausgereiften Plan ein, der den Bau einer Eisenbahnlinie von Hamburg nach Kopenhagen über Fehmarn vorsieht. Die anfängliche Euphorie wird jedoch bald durch den deutsch-dänischen Krieg zunichtegemacht, Kröhnkes Pläne verschwinden in den Schubläden des Kopenhagener Seefahrtarchivs.

Eine Querung über den Fehmarnbelt ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine Idee, die Menschen fasziniert: Es ist die kürzeste Verbindung über die Ostsee zwischen Mitteleuropa und Skandinavien – nur 19 Kilometer breit – und als so genannte Vogelfluglinie seit Jahrhunderten ein traditioneller Handelsweg zwischen Deutschland und Dänemark.

Bereits im Jahr 1989 legten zwei deutsche Bauunternehmen, beauftragt von der dänischen Regierung, erneut Konzepte für eine Brücken- und eine Tunnelvariante für die Querung des Fehmarnbelts vor. Im Laufe der weiteren Planungen wurde deutlich, dass eine Querung mittels Tunnel deutliche Vorteile in Bezug auf die bauliche Umsetzung, die Beeinträchtigung der Schifffahrt und die langfristigen Auswirkungen auf Umwelt und Natur am Belt mit sich bringt.

Im September 2008 vereinbarten das Königreich Dänemark und die Bundesrepublik Deutschland in einem Staatsvertrag gemeinsam den Bau einer festen Verbindung über den Fehmarnbelt. Dänemark baut einen Absenktunnel durch die Ostsee und die Anbindung auf der dänischen Seite. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich verpflichtet, für eine leistungsfähige Straßen- und Schienenanbindung auf deutscher Seite zu sorgen.

 

2008
Unterzeichnung des Staatsvertrags zwischen Deutschland und Dänemark

2009
Beginn der Vorplanungen für die Schienenanbindung im Hinterland, Abschluss im Februar 2010

2010
Beantragung des Raumordnungsverfahrens

2012
Abschluss der für das Raumordnungsverfahren notwendigen Voruntersuchungen und Erstellung der Gutachten

2013
Offizieller Beginn des Raumordnungsverfahrens
Öffentliche Auslage der Raumordnungsunterlagen und Gelegenheit zur Information und Stellungnahme

2014
Abschluss des Raumordnungsverfahrens
Beginn des Scoping-Verfahrens

2015
Beginn der Baugrunduntersuchungen als Grundlage der Entwurfsplanung und Bestandteil der Planfeststellungsunterlagen
Beginn der detaillierten Umweltuntersuchungen auf Basis der Scoping-Unterlagen

2016
Beginn der wissenschaftlichen Untersuchungen der Schweinswal-Population im Fehmarnsund zur frühzeitigen Planung von vorbeugenden Maßnahmen
Beginn der archäologischen Grabungen im geplanten Trassenbereich
Vermessung der bestehenden Fehmarnsundbrücke für die weiteren Planungsarbeiten

2017
Vsl. Herbst 2017: Beginn der Einreichung der Planfeststellungsunterlagen für die einzelnen Abschnitte

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