Die Raumverträglichkeitsuntersuchung (RVU)

Für das Raumordnungsverfahren ist neben der Umweltverträglichkeitsstudie auch die so genannte Raumverträglichkeitsuntersuchung maßgeblich.

Gemäß den Vorgaben des Festlegungsprotokolls der Landesplanungsbehörde müssen die verschiedenen diskutierten Trassen-Varianten auch dahingehend geprüft werden, welche Auswirkungen sie auf den betroffenen Raum haben. So gibt es beispielsweise Räume, die für den Naturschutz oder für das Thema „Tourismus und Erholung“ relevant sind, und daher besonders berücksichtigt werden sollten.

Das Ziel:

Die Landesplanungsbehörde stellt als Ergebnis des Raumordnungsverfahrens fest,

  1. ob das Vorhaben mit den Erfordernissen der Raumordnung übereinstimmt;
  2. wie die einzelnen Vorhaben unter den Gesichtspunkten der Raumordnung aufeinander abgestimmt oder durchgeführt werden können.

Im Fokus:

Die RVU gibt einen detaillierten Überblick, welche Folgen die Planungen und Maßnahmen überörtlich auf unterschiedlichen Sachgebieten haben. Dabei werden unter anderem folgende Bereiche untersucht: die regionale Siedlungs- und Freiraumstruktur sowie die regionale Wirtschaft, die Verkehrsentwicklung (u.a. ÖPNV, Schifffahrt, Radverkehr), die Forstwirtschaft und die ländlichen Räume, der Rohstoffabbau und der Bereich Energie etc.

Das Ergebnis:

Gemäß den Untersuchungen der Deutschen Bahn schlug diese folgende Variante vor: Die Bestandstrasse sollte weitestgehend ausgebaut und zudem Umfahrungen von Neustadt und Oldenburg sowie Trassenanpassungen realisiert werden. Für diese Variante ergaben die Untersuchungen vor allem positive Auswirkungen hinsichtlich der verkehrlichen Entwicklung: So würde die verbesserte überregionale Anbindung der Orte im Rahmen des Schienenpersonennahverkehrs deutlich kürzere Fahrtzeiten und somit auch eine Entlastung des Straßenverkehrs bewirken. Zudem hätte diese Variante auch in punkto Naturschutz große Pluspunkte: Der Flächenverbrauch sowie die Zerschneidungswirkung von landwirtschaftlichen Flächen und Wäldern wären sehr gering gewesen.

Zum Thema "Flächenmanagement" haben wir eine umfassende Broschüre für Sie zusammengestellt, Sie finden sie hier zum Download.

Die im Raumordnungsverfahren von der Landesplanung entwickelte Vorzugstrasse sieht statt eines Ausbaus der bestehenden Trasse eine neue, zweigleisige Umfahrung der Bäderorte Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Sierksdorf und Haffkrug, die Umfahrungen der Ortschaften Ratekau, Lehnsahn und Großenbrode bei gleichzeitiger Stilllegung der Bestandsstrecke vor. Die Deutsche Bahn hat diese Trassenvariante als Vorzugsvariante in die Planungen aufgenommen und diese auf technische Machbarkeit und Finanzierbarkeit untersuchen. Auf dieser Basis ist die Vorplanungstrasse geplant.

Details zu den Ergebnissen und den Empfehlungen finden Sie auch in der Präsentation der Deutschen Bahn beim 6. Forum Schienenhinterlandanbindung sowie in der Kurzinformation der Landesplanungsbehörde Schleswig-Holstein zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens.

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