Die raumordnerische Umweltverträglichkeitsstudie (RO-UVS)

Die RO-UVS ist Bestandteil des Raumordnungsverfahrens (ROV) und prüft jeweils die Auswirkungen eines Bauvorhabens auf die Umwelt.

Das Ziel:

Die im Rahmen der Schienenanbindung zur Fehmarnbeltquerung erstellte RO-UVS skizziert detailliert, welche Folgen die unterschiedlichen Trassenvarianten auf so genannte Schutzgüter haben. Diese umfassende Überprüfung, bei der die Deutsche Bahn AG auch die Öffentlichkeit beteiligte, wurde unter überörtlichen Gesichtspunkten durchgeführt. Die dabei untersuchte Fläche betrug über 22.000 Hektar und war damit größer als das Fürstentum Liechtenstein.

Im Fokus:

Ermittelt, bewertet und beschrieben wurden im Rahmen der Studie die Auswirkungen des Bauvorhabens für diverse Schutzgüter – also für die in der Umgebung lebenden Menschen (speziell für deren Wohn- und Erholungssituation) sowie für die Tierwelt, die Pflanzen und die biologische Vielfalt, zudem für Boden, Wasser, Luft, Klima, Landwirtschaft und Kulturgüter. Auch die Wechselwirkungen zwischen diesen Schutzgütern wurden in Betracht gezogen.

Die Umsetzung:

Als Grundlage für die RO-UVS wurden von Februar 2011 bis März 2012 umfangreiche Sondergutachten zu Flora und Fauna durchgeführt. Auf Basis dieser Untersuchungen lag im Juni 2012 die RO-UVS in ihrer endgültigen Fassung vor.

Das Ergebnis:

Die RO-UVS und die Raumverträglichkeitsuntersuchung der DB kamen nach einem Variantenvergleich zu der Empfehlung, die Bestandsstraße weitestgehend auszubauen und dabei Umfahrungen von Neustadt und Oldenburg sowie Trassenanpassungen im Bestand vorzusehen.

Die im ROV von der Landesplanung entwickelte Vorzugstrasse sieht statt eines Ausbaus der bestehenden Trasse eine neue, zweigleisige Umfahrung der Bäderorte Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Sierksdorf und Haffkrug, die Umfahrungen der Ortschaften Ratekau, Lehnsahn und Großenbrode bei gleichzeitiger Stilllegung der Bestandsstrecke vor. Die Deutsche Bahn hat diese Trassenvariante als Vorzugsvariante in die Planungen aufgenommen und diese auf technische Machbarkeit und Finanzierbarkeit untersucht.

Details zu den Ergebnissen und den Empfehlungen finden Sie auch in der Präsentation der Deutschen Bahn beim 6. Forum Schienenhinterlandanbindung sowie in der Kurzinformation der Landesplanungsbehörde Schleswig-Holstein zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens.

Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.

Für die volle Funktionsfähigkeit und eine fehlerfreie Darstellung der Website verwenden Sie bitte Microsoft Internet Explorer Version 10 oder höher oder eine aktuelle Version von Mozilla Firefox, Google Chrome, Safari oder Opera.