Absichtserklärung zur Schienenanbindung unterzeichnet

Mit der Unterzeichnung eines „Letter of Intent“ bekräftigen Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie in Schleswig-Holstein, und Frank Sennhenn, Vorstandsvorsitzender der DB Netz AG, das gemeinsame Interesse zur Umsetzung der Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung. Der zweigleisige, elektrifizierte Ausbau der Schienenanbindung zwischen Lübeck und Puttgarden erfolgt auf Grundlage des am 3. September 2008 geschlossenen Staatsvertrags zwischen dem Königreich Dänemark und der Bundesrepublik Deutschland.

Hintergrund der Absichtserklärung ist das am 6. Mai 2014 abgeschlossene Raumordnungsverfahren des Landes. Dieses sieht statt eines Ausbaus der bestehenden Trasse eine neue, zweigleisige Umfahrung der Bäderorte Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Sierksdorf und Haffkrug, die Umfahrungen der Ortschaften Ratekau, Lehnsahn und Großenbrode bei gleichzeitiger Stilllegung der Bestandsstrecke vor. Die DB wird die neue Trassenvariante als Vorzugsvariante in die Planungen aufnehmen und diese auf technische Machbarkeit und Finanzierbarkeit untersuchen.

„Solche Absichtserklärungen können Knotenlöser sein. Wir wollen unsere Tourismusorte weiter entwickeln und wir wollen den Güterverkehr aus Skandinavien auf der Schiene stärken. Dabei kann es Zielkonflikte geben. Dieser Letter of Intent trägt dazu bei, beide Ziele zu erreichen“, sagt Reinhard Meyer, Verkehrsminister in Schleswig-Holstein.

„Mit dieser Absichtserklärung zeigen wir unsere hohe Bereitschaft, partnerschaftlich mit dem Land die beste Variante zur neuen Schienenstrecke zwischen Lübeck und Puttgarden zu entwickeln“, so Frank Sennhenn, Vorstandsvorsitzender der DB Netz AG.

Die DB wird auf Basis der Ergebnisse des vom Land durchgeführten Raumordnungsverfahrens die Planungen zur neuen Trassierung vorantreiben. Im Gegenzug sicherte das Land als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr zu, dass auf der künftigen Trasse auch weiterhin Bedarf für den Nahverkehr besteht und stellt in seinen Planungen sicher, dass nach Fertigstellung der neuen Trasse der Schienenpersonennahverkehr zwischen Lübeck und Puttgarden auf der neuen Strecke erfolgt.

Das Land Schleswig-Holstein hat das Raumordnungsverfahren für die Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung im Mai 2014 abgeschlossen. Ein solches Verfahren hat die Aufgabe, Ziele eines Bauvorhabens mit den Grundsätzen der Raumordnung und der Landesplanung zu überprüfen.

Zurück

Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.

Für die volle Funktionsfähigkeit und eine fehlerfreie Darstellung der Website verwenden Sie bitte Microsoft Internet Explorer Version 10 oder höher oder eine aktuelle Version von Mozilla Firefox, Google Chrome, Safari oder Opera.