Von Schweinswal bis Seegras: Biologen sichten Flora und Fauna an der Beltschiene

Gutachter der Bahn sind ab März zwischen Lensahn und Fehmarn im Einsatz • Taucher inspizieren auch die marine Umwelt am Fehmarnsund

Im Frühjahr rücken die Biologen aus. Flora und Fauna werden ab kommender Woche zwischen Lensahn und Fehmarn für eine Vegetationsperiode bis zum zum Herbst erfasst. Die Ergebnisse fließen in die Planungen der neuen Beltschiene ein.

Biologen und Umweltingenieure untersuchen vor allem Brutvögel, Amphibien und Fledermäuse. Sie suchen etwa Brutvögel wie den Specht und deren Horstbäume. Für die Planung des neuen Tunnels am Fehmarnsund ist der marine Raum von prioritärer Bedeutung. Im Sommer zählen Biologen Schweinswale und kommen Taucher zum Einsatz. Sie begeben sich auf die Suche nach Seegras und Muscheln.

Die Gutachter schärfen ihre Sinne, beobachten, hören und setzen Kleinfischreusen, Scheinwerfer und Kescher bei ihrer Arbeit ein. So behalten sie alle Habitatstrukturen der ansässigen Tiere sowie alle Pflanzenarten im Blick. Die Arbeiten werden tagsüber, aber auch nachts durchgeführt. Libellen können beispielsweise nur bei Sonne und Windstille erfasst werden. Für die Erkenntnisse zum Fledermausbestand sind speziell ausgebildete Experten mit Ultraschall-Detektoren und Aufzeichnungsgeräten am Abend unterwegs.

„Wir bauen teilweise in sehr sensiblen Naturräumen, so dass uns diese Kartierungen von Flora und Fauna eine Herzensangelegenheit sind“, sagt Projektleiter Bernd Homfeldt. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende, zur Verlagerung der Verkehre von der Straße auf die Schiene. Die Züge rollen auf der Vogelfluglinie künftig mit sauberem Strom und leisten einen Beitrag, die Klimaschutzziele zu erreichen.

Schon heute in die Zukunft reisen: Mit der App „Fehmarnsundquerung AR“ gelingt dies ab sofort auch mit Apple-Endgeräten. Digital heute erleben, was morgen ist - ein simulierter Besuch auf der Sundbrücke oder aber ein Blick in den Tunnel, der künftig Festland und Fehmarn verbindet.

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