Wirtschaftsjunioren für Fehmarnbelt-Projekt geehrt

Am Fehmarnbelt wachsen Deutschland und Dänemark immer enger zusammen. Die junge Wirtschaft wird aber nicht warten, bis der Tunnel unter der Meerenge beide Länder verbindet. Daher engagieren sich die Wirtschaftsjunioren Ostholstein und die dänische JCI Guldborgsund seit Jahren aktiv für das Zusammenwachsen und gestalten ihre gemeinsame Zukunft.Für ihr Projekt „Brückenschlag über den Fehmarnbelt“ erhielten die Wirtschaftsjunioren Ostholstein jetzt einen Preis vom Landesverband Hanseraum, der die fünf norddeutschen Küstenländer umfasst.

Für Transparenz und gute Zusammenarbeit am Fehmarnbelt. Der Vorstand der Wirtschaftsjunioren gemeinsam mit Vorhabenträger Deutsche Bahn AG und Femern A/S im Hansa-Park (Foto: DB Netz AG)

„Wir freuen uns über diese Würdigung unseres internationalen Engagements und über die damit verbundene Wahrnehmung unseres wichtigen Projektes über Schleswig-Holstein hinaus“, sagte Madlen Schröder, Vorstandssprecherin der Wirtschaftsjunioren. Bei der jährlichen Konferenz der deutschen und dänischen Wirtschaftsjunioren im HANSA-PARK nahm sie gemeinsam mit dem Projektbeauftragten Johannes Kalläne die Auszeichnung von Hanseraum-Vorstand Malte Neuling entgegen. Rund 30 junge Unternehmer und Führungskräfte aus Ostholstein, Lübeck, Kiel und Lolland nahmen an der Konferenz und der Zeremonie teil. Insgesamt verzeichneten die Gastgeber eine Rekordbeteiligung: An der fünften Auflage des jährlichen Treffens nahmen mehr als 70 Wirtschaftsjunioren sowie deren Partner und Kinder teil.

Im Mittelpunkt der Fachtagung standen die nächsten Schritte auf deutscher und dänischer Seite, nachdem das Folketing in diesem Frühjahr das Baugesetz verabschiedet hat. Ulrike Schenka, Leiterin Regional- und Wirtschaftsdialog beim Bauherren Femern A/S, und ihr Kollege Christoph Mönnigmann berichteten über den derzeitigen Stand des Projekts. Demnach sei die Eröffnung für 2022 geplant. Femern A/S nehme die Sorgen der Anwohner auf beiden Seiten der Meerenge ernst und habe Infocenter auf Fehmarn und in Rødby eingerichtet, um die betroffenen Bürger jederzeit zu informieren.

Das Unternehmen verfolge eine Politik der „ehrlichen Baustellenkommunikation“, sagte Schenka. „Wir informieren rechtzeitig über alle Schritte. Die Bedeutung des Tourismus in der Region hat Femern A/S in der Bauplanung sehr ernst genommen und berücksichtigt. Daher bleibt die Fehmarnbelt-Region auch während der Bauarbeiten eine attraktive Urlaubsdestination.“ Die Baustelle auf Fehmarn ist auf einen schmalen Abschnitt begrenzt und würde die Urlauber nicht beeinträchtigen. Der direkte Kontakt zu den Wirtschaftsjunioren sei dem Bauherrn sehr wichtig, so Schenka. „Die junge Wirtschaft plant strategisch und stellt schon jetzt die Weichen für die Phase nach der Eröffnung. Wir freuen uns daher, den Dialog mit den späteren Tunnelnutzern zu eröffnen.“

Auf deutscher Seite ist im Auftrag des Bundes die Deutsche Bahn AG für die Anbindung des Tunnels an das deutsche Schienennetz verantwortlich. Maja Weihgold, Sprecherin Großprojekte, präsentierte die aktuellen Pläne ihres Konzerns, die auf den Ergebnissen des Raumordnungsverfahrens im Kreis Ostholstein basieren. Die Bahn will eine zweigleisige Strecke von Lübeck nach Puttgarden weitgehend neu bauen, mit 56 Brücken, 26 Kilometern Schallschutz, 160 Kilometern Gleise und 172 Kilometern Oberleitung. „Die neue Trasse bietet auch Chancen für die Region: Durch die Elektrifizierung entfällt der Schadstoffausstoß der Dieselloks. Zudem, das zeigen vergleichbare Projekte, gibt der Ausbau von Infrastruktur positive wirtschaftliche Impulse“, so Weihgold.

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