Im Streckenabschnitt 1.1 verläuft die Bahnstrecke durch das Stadtgebiet von Bad Schwartau. Hier werden zwei beschrankte Bahnübergänge aufgehoben und durch eine Straßenbrücke sowie einen Personentunnel ersetzt. Die Gleise im Stadtgebiet werden bis zu 3,20 Meter tiefergelegt. Der Bahnhof wird modernisiert und erhält ein zusätzliches 600 Meter langes Gleis mit Bahnsteigkante. Darüber hinaus wird die Strecke am Fangedamm elektrifiziert und die Brücke über die Sereetzer Straße erneuert.
Die DB muss die Umwelt bestmöglich vor Eingriffen schützen. Das ist einer der Gründe, warum der Ausbau der Bestandsstrecke die bessere Wahl ist.
Wir wissen, dass aufgrund des geplanten Eingriffs in den Schwartauer Stadtwald der Wunsch vorherrscht, dass die Strecke das Stadtgebiet über Dänsichburg umfahren soll. Diese Umfahrung - auch X-Trasse genannt - wurde untersucht.
Ein konkretes Beispiel dafür, warum eine Umfahrung des Stadtgebietes aus umweltfachlicher Sicht keine bessere Lösung darstellt, zeigen wir im folgenden Video:
Unser Ziel und rechtliche Vorgabe ist es, so viel Wald wie möglich zu erhalten. Deswegen greift die DB nur dann in die Natur ein, wenn es unbedingt notwendig ist. Wir bedauern das Fällen von Bäumen und haben die Waldinanspruchnahme in unserer Planung bereits auf ein notwendiges Minimum reduziert.
Um den forstrechtlichen Eingriff im Bauabschnitt 1.1 zu verdeutlichen, haben wir den Eingriff im folgenden Video visualisiert:
Die untenstehenden Karten zeigen, welche Maßnahmen zum Schutz vor Lärm und Erschütterung in Bad Schwartau geplant sind (schematische Darstellung).
Der Abschnitt befindet sich im laufenden Genehmigungsverfahren. Die Planung für den Abschnitt 1.1 wurde beim Eisenbahn-Bundesamt zur Genehmigung im Mai 2026 eingereicht und wird im nächsten Schritt durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) als verfahrensführende Behörde öffentlich ausgelegt. Alle relevanten Verfahrensdetails wie Einwendungsfristen und Postadressen werden in Kürze durch das EBA bekanntgegeben.
Die Deutsche Bahn hat für die Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung in den fünf südlichen Bauabschnitten von Lübeck bis Damlos frühzeitig 14 der führenden Bau- und Planungsunternehmen eingebunden. Der Abschnitt Bad Schwartau ist Teil der „Bahnallianz Lübeck-Lensahn“, die den Zusammenschluss dieser Baufirmen und der DB darstellt. Dabei wird das innovative "Partnerschaftsmodell Schiene" umgesetzt. Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit sollen die zeitlichen Abläufe optimiert, die Leistungs- und Innovationsfähigkeit gesteigert und ein effizienter Bau sichergestellt werden.